Wie wurde ich von der Assistentin zur ersten Feel Good Managerin und wofür steht feelgood@office? 6


Kennst du das? Du bist Assistentin, Office Managerin oder Sekretärin. Du bist gut ausgebildet, investierst Zeit und Geld in deine Weiterbildung. Es macht dir Spaß, deinen Chef und auch deine Kollegen zu unterstützen. Du bist in deinem Element, wenn es so richtig rund geht im Office, ein Multitalent im Organisieren und so ganz nebenbei auch noch die Kulturbotschafterin eures Unternehmens. Nichts geht ohne dich und wenn du Urlaub hast, zählt der Chef die Tage, bis seine rechte Hand endlich wieder zurück im Office ist (wo sie seiner Meinung nach hingehört…).

Du hast einen guten Job und trotzdem träumst du manchmal davon, selbstständig deinen Berufsalltag ein wenig mehr selbst gestalten zu können, dir neue Tätigkeitsfelder zu erschließen, deine Kompetenzen zu erweitern.  „Da muss es doch noch mehr geben…“

Genauso ging es mir als Assistentin!

Ich liebe meinen Job als Management Assistentin. Doch gab es auch Momente, in denen ich mich fragte: „Was, wenn ich nicht als alleinerziehende Mama meine Ausbildung „quasi nebenbei“ gemacht hätte?“ Fremdsprachen waren schon immer mein Ding, die Mathe-Klausuren hingegen verließ ich ab der 10. Klasse nicht selten ein leeres Blatt abgebend und in Tränen aufgelöst. 1992 schmiss ich das Abitur aus Angst vor der Mathe-Prüfung und weil ich mehr Zeit mit meinem Freund verbringen wollte. Wochen später erreichte mich mein Abschlusszeugnis mit der Fachhochschulreife – darauf baute ich auf.

Frei sein, das stand auf meinem Lebensplan. „Lernen? Ja, aber bitte nicht grade jetzt!“ Die 3 Monate Fließbandarbeit nach meinem Abschied von der gymnasialen Oberstufe holten mich dann recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück… 😉 Geld musste her und gearbeitet habe ich immer.

Ich brachte ein berufsbegleitendes, 3-jähriges Abendstudium zur staatlich geprüften Betriebswirtin mit gutem Abschluss hinter mich und ging wie meine Tochter zur Schule, einfach nur abends, nach dem Job. Dass mir Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik/Organisationslehre nicht im Geringsten liegt, sah ich damals noch nicht. ☺

Auch den Projektleiter IHK nahm ich noch mit und dabei manage ich am liebsten meine eigenen Projekte – intuitiv, ohne starre Tools – oder mit Trello. 😀 20 Jahre später – meine Tochter ist aus dem Haus – suche ich eine Antwort auf die Sinnfrage. Ich möchte herausfinden, wohin mein Weg die nächsten Jahre führen wird. Dass ich eine Antwort finden und mein Herzensprojekt feelgood@office® in die Welt rufen würde, danach sah es zunächst noch nicht aus…

Lebst-du-deine-Wert-ICH-keit-schon?

Lebst du deine Wert-ICH-keit schon?

Der Name feelgood@office® entstand, als ich im August 2013 mit einem Arbeitskollegen über einen Projektnamen brainstormte. Danach entwickelte sich alles aus meinem Herzen heraus – ohne sogenannte Strategie. Die junge Frau auf dem Sofa steht für die moderne Feel Good Managerin, die unabhängig und frei ist.

Sie ist sich ihres Wertes bewusst und fühlt sich wohl in ihrem Job. Ich habe sie intuitiv gewählt und dann gemerkt, dass sie auch meine Tochter und mich als jüngeres Mädel repräsentiert. Ich wüsste gerne, wer sie ist. Sie würde bestimmt lachen, wenn sie sehen würde, dass sie mein Key Visual ist. Das Foto gab es bei pixabay und ich war fasziniert, weil es genau meine Message transportiert.

Der darunter stehende Slogan „Lebst du deine Wert-ICH-keit schon?“ steht für uns Assistentinnen, Office Managerinnen und Sekretärinnen. Nach unseren Wünschen und Zielen fragte bisher selten jemand und deshalb ist es Zeit, dass wir für uns einstehen und uns unseres Wertes selbst bewusst sind. Wie viele Assistentinnen kenne ich, die ein Leben lang drauf hoffen, dass der Chef sie und ihren Wert endlich erkennt. Großartiges wird von den Assistentinnen dieser Welt geleistet – manche richten sogar ihr ganzes Leben nach ihren Chefs aus und verpassen dabei ihr eigenes…

Nutze deine Chance

Ich ermutige jede Assistentin, Office Managerin und Sekretärin, die sich eine wertschätzende Unternehmenskultur wünscht und zu einem Arbeitsumfeld mit Wohlfühlfaktor aktiv beitragen möchte, den Zukunftsberuf Feel Good Managerin anzuschauen. Wir sehen einem Zeitalter der psychosozialen Gesundheit entgegen. Wohlbefinden, Sinn, Wertschätzung, Partizipation, Gesundheit und Selbstachtung werden immer mehr aktiv gelebt und (nicht nur) am Arbeitsplatz eingefordert.

Der demografische Wandel bedingt, dass junge, sehr gut ausgebildete Fachkräfte sich erst einmal auf Plattformen wie beispielsweise Kununu umschauen, ob der neue Arbeitgeber attraktiv ist. Das ist eine tolle Ausgangsposition, denn die Nachfrage bestimmt ja bekanntlich das Angebot. Arbeitgeber sehen gleich 2 Herausforderungen entgegen: Da kommt unaufhaltsam die Digitalisierung auf sie zu und dann auch noch junge Talente, die arbeiten, um zu leben und nicht mehr umgekehrt.

Hier komme ich als zertifizierte Feel Good Managerin ins Spiel: Ich habe den wunderbaren Job, Mitarbeitende und Führungskräfte zu unterstützen und kann die verschiedenen Generationen einander näherbringen. Als Kulturbeauftragte des Unternehmens fördere ich ein wertschätzendes und gesundes Miteinander.

Die Arbeitgeber profitieren und werden schnell ihre Rendite steigen sehen, denn zufriedene Mitarbeiter sind seltener krank, kündigen weniger schnell und das Wissen bleibt in der Firma. Wenn sie dann ihre Firma auch noch im Bekanntenkreis weiter empfehlen und so teure Rekrutierungskosten entfallen, nennt man das erfolgreiches Employer Branding. ☺ Wenn du dir die Gallup-Studien zu Mitarbeiterzufriedenheit anschaust, wirst du feststellen, dass nur ca. 17% der Arbeitnehmer sich voll mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, 67 % machen grade mal Dienst nach Vorschrift und die anderen….

Während meiner Ausbildung lernte ich aussagekräftige Berechnungen kennen, wie viel ein Unternehmen jährlich verliert, wenn seine Mitarbeiter unzufrieden sind. Erstmals im Leben macht mir Rechnen Spaß – es ist ja für einen guten Zweck! 😉 Uns Feel Good Managerinnen braucht es also!

Es ist eine gute Entscheidung

  • „A happy workplace is everybody’s job“ – deine Rolle als Feel Good Managerin ist keine Einbahnstraße, du bist NICHT Mädchen für alles!
  • So ganz nebenbei erfüllst du dir damit auch noch deinen Traum, du erinnerst dich? („Was wäre ich geworden, wenn…“)
Von-der-Assistentin-zur-ersten-digitalen-Feel-Good-Managerin

Carmen Fries, die erste digitale Feel Good Managerin

Meine 10 Etappen auf dem Weg zur Feel Good Managerin

  • 1. GL-Assistentin werden
    Ich weiß noch genau, wie ich als Vertriebsassistentin die damalige GL-Assistentin bewunderte – sie schwebte mit einer engelsgleichen Eleganz durch unser Büro und war immer in orange gekleidet. Sie bekam spannende Einblicke in das Top-Management ohne direkte Führungsverantwortung zu haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur einen Wunsch: Ich wollte GL-Assistentin werden!
  • 2. Der Traumjob
    Ein amerikanisches Unternehmen in der Medizintechnik suchte eine Management & Marketing Communications Assistant für das neue europäische Headquarter. Während meines Trainings in San Diego fühlte ich mich wie eine Märchenprinzessin… Ich liebte diesen Job und leistete Aufbauarbeit. In Kalifornien sah ich erstmals ein Fitness-Studio und gesundes Essen am Arbeitsplatz – das war mein erster Berührungspunkt mit Feel Good Management.
  • 3. Der Projekt Manager Flop
    Ich wollte mehr. Ich träumte davon Projekt Managerin zu sein, das sollte mein Einstieg in die Welt des Managements werden. Prompt fand ich auch eine entsprechende Stelle – für keine andere Position der Welt hätte ich in „meiner“ Firma gekündigt. Am ersten Tag im neuen Job lag meine Visitenkarte schon bereit, darauf stand: „Vertriebsassistentin“?! Ich war schockiert und sprach sofort meinen neuen Chef darauf an. Wir einigten uns auf den Titel Projekt Manager. Menschlich passte die Zusammenarbeit nicht und nach 2 Monaten wurde mir die Entscheidung wieder zu gehen, per Kündigung abgenommen. Ich war hinterher froh darüber, sonst hätte ich damals wahrscheinlich aus Sorge um meine Tochter länger durchgehalten, als es für mich gut gewesen wäre.
  • 4. Der „über-Nacht-Job“
    Danach arbeitete ich für eine Zeitarbeitsfirma. Zeitarbeit hat Vor- und Nachteile: Es ist quasi „über Nacht“ möglich, eine neue Stelle finden. Wer jedoch wegen Krankheit oder Ferien nicht arbeitet, bekommt nicht das gleiche Gehalt wie an normalen Arbeitstagen ausgezahlt. In dieser Zeit lernte ich als Marketing-Assistentin, was strategisches Marketing bedeutet – Statistiken und Zahlen. Der Einsatz war nach 10 Monaten beendet. Dass ich wieder als Assistentin arbeitete, war zu dieser Zeit ein Indiz für mich, dass ich „eben nicht zur Managerin geboren sei.“
  • 5. Die Auswanderung
    Meine Tochter wurde flügge und ich wanderte in die Schweiz aus. Dort bekam ich einen tollen, abwechslungsreichen Job als GL-Assistentin und lebte glücklich mit meinem Mann. Ich gewöhnte mich an die neue Kultur und wir bauten uns ein neues Leben in einem wunderschönen Land auf.
  • 6. War das alles?
    Nach rund einem Jahr, ich wurde 40, fragte ich mich wieder, ob es das nun gewesen sei und verstand zunächst nicht, warum ich „nicht einfach mal zufrieden sein konnte“. Ich träumte immer von meiner Selbstverwirklichung.
  • 7. Selbstannahme und Dankbarkeit
    Ich beschäftigte mich intensiv mit mir selbst und meinem Faible für Persönlichkeitsentwicklung. Ich erkannte, dass ich als Assistentin am besten meine Talente einbringen und meine Interessen verwirklichen kann. Eine amerikanische Kollegin sagte mir einmal: „Carmen, you have a very special gift to make people happy!“ Noch heute bin ich sehr glücklich und dankbar, dass sie für mich ein verborgenes Talent und damit meinen USP freigelegt hat.
  • 8. Ressourcen nutzen
    Ich schaute, was ich mit meinen Ressourcen anfangen konnte. Dabei lernte ich, dass meine eigene innere Haltung gegenüber den äußeren Umständen zum großen Teil über mein Glück entscheidet. Bei meiner Internetrecherche stieß ich dann auf das mir zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannte Jobprofil des Feel Good Managers.
  • 9. Feel Good Management – die Berufung
    Ich investierte in mein Glück und nicht in die nächste fachliche Weiterbildung, um beruflich „noch besser“ zu werden. Endlich hörte ich auf mein Herz und spürte in mich hinein, was ich wirklich wollte. Glücklich im Job sein und andere glücklich machen, das ist meine Berufung. Dass Letzteres nur gut geht, wenn ich selbst glücklich bin, hatte ich mittlerweile gelernt.
  • 10. feelgood@office®
    Heute bin ich angekommen. Meine eigene Haltung basiert auf Werten aus dem Feel Good Management und Corporate Happiness®, die ich Tag für Tag lebe. Natürlich läuft auch in meinem Leben nicht immer alles rund! Der Unterschied zu früher ist, dass ich aus Talzonen schneller und leichter herausfinde. Ich wurde zur ersten digitalen Feel Good Managerin. Im Rahmen meines Projekts feelgood@office habe ich innerhalb von 7 Monaten ein internationales Netzwerk mit vielen tausend Kontakten aufgebaut und meine feelgood@office Online-Community gestartet.

Was bringt meine Online-Community für dich?

Auf der feelgood@office Community dreht sich natürlich alles um Feel Good Management.  💡

Ich wünsche mir für dich, dass du dich in meiner Story vielleicht ein Stück weit wieder findest. Wenn du an der einen oder anderen Stelle schmunzelst und dich gestärkt fühlst und etwas für dich mitnehmen kannst, dann lächle auch ich und freue mich mit dir.
Wie geht es dir in deiner Rolle als Assistentin, Office Managerin und Sekretärin?

Welche Träume hast du, was wünschst du dir für deine berufliche Laufbahn? Schreibe mir unten einen Kommentar oder, wenn es privater ist, eine Email direkt an mich unter hello@feelgood-at-office.com. Deine Email wird nur von mir gelesen und vollkommen wertschätzend und vertraulich behandelt.

Ich freue mich auf dich und wünsche dir mehr feelgood@office  😀

Deine Carmen


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6 Gedanken zu “Wie wurde ich von der Assistentin zur ersten Feel Good Managerin und wofür steht feelgood@office?

  • Ekram Bsiri (Office-Coach)

    Liebe Carmen,
    danke für diese ehrlichen, persönlichen und offenen Worte.
    Feelgood @ Office oder sogar @work 😉 spiegelt unsere Gesellschaft total wider. Hier schreibe ich den AssistentInnen und SekretärInnen eine ausschlaggebende Rolle zu, sie sind die Schnittstelle der Führungskräfte und der Mitarbeiter und vermitteln in ihrem täglichen Arbeitsalltag zwischen diesen. Besonders an dieser Stelle sehe ich eine großartige Ansatzmöglichkeit und freue mich, dass Du diesen Raum auf feelgood-at-office.com eröffnet hast.
    Ganz liebe Grüße <3
    Ekram

    • Carmen Fries

      Liebe Ekram

      Wow, so liebe, warme Worte. Da bedeutet das Antworten direkt Feel Good. 🙂
      Danke schön.
      Ja, du siehst es genau wie ich: Für mich sind AssistentInnen, Office ManagerInnen und SekretärInnen exzellente BotschafterInnen der Wertekultur im Unternehmen.
      Die Zusatz-Qualifikation „Feel Good MangerIn macht sie fit, um diese Werte systematisch und zukunftsweisend im Unternehmen zu verankern und dabei vor allen Dingen eines zu stärken: sich selbst. 🙂

      Ganz liebe Grüsse zurück <3

      Carmen

  • Julia

    Hallo Carmen,

    Deine Lebenslauf kommt mir sehr bekannt vor. Immer auf der Suche gewesen bis Du endlich beim Feelgood Management gelandet bist. Das ist toll! Und zu dem hast Du noch eine inspirierend Community aufgebaut. Freue mich bald mehr zu lesen (und auch selbst zu schreiben):

    • feelgoodatoffice

      Hallo 🙂 Wie lieb, das ist schön, dass meine Geschichte auch auf dich passt. Ich dachte immer, ich wäre ein Exot. <3 Ich freue mich, von dir noch ganz viel zu lesen.
      Du weisst, ich mag deinen Blog sehr. 🙂

  • Anne Katrin

    Liebe Carmen,
    schön diesen offene Bericht von Dir zu lesen und es ist wunderbar, wie Du anderen nun die Möglichkeiten eröffnest. Ich selber habe den Unterricht in ‚GlücklichSEIN – wie geht das?‘ 2007 für meine Schüler entwickelt, weil ich gesehen habe wie schlecht es manchen geht (und dann können Menschen auch nicht lernen). Da hatte ich schon oft das Feedback von Schülern bekommen, dass ich die Lehrerin sei, die fast immer lächelt oder lacht. Nur – einfach war das nicht, denn Eifersucht gibt es auch in Lehrerkollegien. Ich habe dann GlücklichSEIN 7 Jahre lang unterrichtet.
    Seit ich im Vorruhestand bin, genieße ich meine Arbeit an den Handbüchern zum GlücklichSEIN, meinen Garten und meine Pläne für ein Kinderbuch und kann daher mit Freude die Punkte 1 -4 leben, die Du in Deinem Text ‚Arbeitsglück ist planbar‘ beschreibst. Okay, das mit der gerechten Entlohnung ist für AutoreInnen eher schwierig, das gelingt teilweise über Seminare.
    Möge feelgood@office weiterhin gut gelingen und Dir Freude und Einkommen bereiten.
    Deine Anne Katrin
    facebook: Glücklich Sein

    • feelgoodatoffice

      Liebe Anne Katrin, danke schön. Dass Du Lehrerin für GlücklichSEIN bist, lese ich noch immer aus deinen Zeilen. Mich hast du jedenfalls glücklich gemacht – gerade eben. 🙂 Liebe Grüsse, Carmen