Wenn wir Hunde streicheln, schütten wir Kuschelhormone aus.


Das Bewertungsportal kununu hat 2016 eine Umfrage gestartet, welche sog. Extras sich Arbeitnehmer wünschen. Auf Platz 1 landete die flexible Arbeitszeit (51,4 %), auf Platz 2 das Homeoffice (33,6 %) und auf Platz 3 tatsächlich mit 26,8 % der Bürohund.

Das ein Hund für unsere körperliche Fitness sorgt und sich positiv auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand auswirkt, ist mit Sicherheit jedem von uns bekannt. Was aber noch nicht alle wissen, dass ein Hund auch im Büro mehr Chancen als Risiken bietet. Mich selbst begleitet mein „Schatten“ nun seit 13 Jahren an sein zweites Wohnzimmer und ich kann durchweg nur positives berichten. Gerade in einer Anwaltskanzlei mit Mandanten, die z.B. aufgrund einer Kündigung aufgeregt sind, hatte mein Schatten immer für viel Freude gesorgt. Es wurde nach ihr gefragt, es wurde mit ihr gespielt, sie gestreichelt und sogar Leckerlis mitgebracht.

Ein Bürohund hat nicht nur den Vorteil für die gesamte Belegschaft, sondern auch für das Unternehmen selbst. Na gut, für den Hund natürlich auch, denn auch er genießt es, nicht alleine zu sein und freut sich über Büroaufgaben, die er übernehmen kann (z.B. die Post tragen).

Ein Bürohund verbessert das Betriebsklima, denn das Kuschelhormon Oxytocin, welches beim Streicheln des Hundes ausgeschüttet wird, ist das sogenannte Bindungshormon, welches auch für Empathie und gute Gespräche sorgt. Durch diese kleinen Kuschel-Unterbrechungen vom Vierbeiner verbessert sich die Kreativität und Gesundheit der Mitarbeiter. Hunde machen einen entspannter, insbesondere die Herrchens und Frauchens sind gelassener, wenn mal eine Überstunde anfallen sollte.

Für ein Unternehmen hat der Bürohund den Vorteil, dass es im Wettbewerb höher angesehen wird, wenn Fellnasen herzlich willkommen sind. Aber natürlich auch die verminderte Fluktuation durch zufriedenere Mitarbeiter, geringerer krankheitsbedingter Arbeitsausfall, motiviertere, kreativere und leistungsfähigere Mitarbeiter.

Risiken gibt es in meinen Augen nur, wenn die Hundehalter eine schlechte Hund-Halter-Beziehung führen und es an fehlender Sachkenntnis mangelt. Natürlich sollte der Bürohund gepflegt sein und diverse „Gesetze“ im Büro befolgen, allen voran den Chef nicht ans Bein zu pinkeln.

Der Arbeitsplatz des Hundes sollte selbstverständlich entsprechend eingerichtet werden. Eine Fellnase braucht unbedingt einen eigenen Schlafplatz, an dem er geschützt ist und den größten Teil des Tages dösen kann. Bei mir hat sich da immer der Platz unter dem Schreibtisch gut gemacht, wie man auf dem Fotos sehen kann. Natürlich muss der Bürohund dann auch körperlich und seelisch ausgelastet werden. Bei mir hieß dies (je nach Alter meines Schattens) vor der Arbeit bis zu eine Stunde draußen rennen, spielen, toben. Dann natürlich die Mittagspause im Freien nutzen und nach der Arbeit open end den Bürohintern vertreten.

Hilfreiche Tips und sogar eine Jobbörse für Hundebesitzer gibt es hier http://bv-bürohund.de/foerderer-werden/buerohund-toolkits/